Persönlichkeitsprofil

Persönlichkeitsprofil

Woche 2:

Neue Woche, neuer Quest: Finde mehr über deine Persönlichkeit heraus! Let’s go.

Basierend auf einer NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) Persönlichkeitstypologie sollte ich meine Meta-Programme analysieren. Ich möchte an dieser Stelle nur kurz darauf eingehen, da ich mich in diesem Beitrag in erster Linie Persönlichkeitstypologien an sich widmen möchte.

Metaprogramme sind Programme, die unsere Wahrnehmung steuern. Sie wirken wie ein Filter und haben deshalb bestimmte Denkmuster zur Folge. Diese Filter und daraus folgenden Denkmuster sind bei jedem Menschen unterschiedlich, lassen sich aber zu bestimmten grundlegenden Metaprogrammen zusammenfassen. Anhand eines Beispiels lässt sich dies am Besten verstehen. Unsere Motivation kann dadurch geprägt sein, dass wir unser Handeln „hin zu“ einem erstrebten Zielzustand ausrichten oder „weg von“ einem Zustand, dem wir entkommen möchten. Um herauszufinden welcher Motivationstyp man selber ist, ist es empfehlenswert, die eigene Lebensgeschichte genauer unter die Lupe zu nehmen. So kann man bei wichtigen Entscheidungen (Job, Partnerschaft, …) in der Vergangenheit gut erkennen, wie diese Entscheidungen motiviert waren. Habe ich den neuen Job angefangen, weil ich mich weiterentwickeln wollte und die neue Firma gute Karrierechancen und eine bessere Unternehmenskultur versprochen hat? Oder eher, weil der Zustand in meiner alten Firma mit dem Ar*** von Chef, meinen langweiligen Kollegen und einer drohenden Kündigung mich dazu gebracht hat?

Auf diese Weise lassen sich nun eine beträchtliche Anzahl an meist dichotomen Metaprogrammen überprüfen. Und am Ende kennen wir unser Persönlichkeitsprofil, zum Beispiel: Ich bin eher der Hinzu-Typ oder der Weg-von-Typ. Oder eher der Chancen-Typ („Mit brennenden Bällen jonglieren? Ja, das könnte klappen!“) oder eben der Risiken-Typ („Spinnst du? Das ist sau gefährlich“).

Was haben wir nun davon? Zu allererst lernen wir uns selber kennen, und es kann durchaus sein, dass wir bestimmte Muster aufdecken. Das wirkt identitätsstiftend denn wir kennen die Ursache, das Warum unseres Verhaltens und wir haben die Chance, diese neuen Informationen in unser tägliches Handeln zu integrieren. Darüber hinaus können wir auch versuchen andere einzuordnen und dadurch besser zu verstehen und mit ihnen umzugehen. Idealerweise können wir unser eigenes Verhalten und das der anderen aufgrund des Typs vorhersagen. Für die HR-Abteilung ist das optimal. Die freie Sales-Stelle wird erfolgreich besetzt, weil ein Persönlichkeitsfragebogen eingesetzt wurde, der den „typischen Verkäufer-Typ“ erfasst. Yahoo!

Das klingt natürlich sehr charmant und es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Nicht umsonst hat der Mensch schon viele solcher Persönlichkeitstypologien entwickelt. Im Business-Bereich beispielsweise hat es der Myers-Briggs-Typenindikator zu großer Bekanntheit geschafft. Auf der spirituellen Seite an gibt es Sternzeichen, das Enneagram u.v.m. Wenn man sich nun wissenschaftliche Studien zu den einzelnen Persönlichkeitstypologien anschaut, stellt man fest, dass die Vorhersagekraft und Verlässlichkeit dieser Typologien sehr eingeschränkt sind. Zu viele äußere und innere Faktoren beeinflussen unsere Entscheidungen und unser Verhalten. Unsere Persönlichkeit ist ein sehr vielschichtiges und komplexes Wesen und lässt sich nur schwer in Schubladen stecken. Diese Art des Denkens hat zudem auch eine gefährliche Seite, denn sie verleitet uns zu Stereotypisieren und einfache Rechtfertigungen zufinden. Betrachten wir zum Beispiel die (Persönlichkeits-)Typologie Mann-Frau. Antonia kann nicht einparken, weil sie eine Frau ist? Und Männer sind nun mal sexistisch? Ups. Hier wird deutlich, wie zweischneidig Typisierungen sein können. In diesem Fall erweitern wir unseren Horizont nicht sondern verkleinern ihn. Wir kommen also nicht darum herum, jeden einzelnen einschließlich uns selbst als Individuum zu sehen, dass sich kontextbedingt sehr unterschiedlich verhalten kann.

Bedeutet dies, dass eine solche Übung nun unnütz ist? Meiner Meinung nach nicht. Ohne es bewusst wahrzunehmen kategorisieren wir sowieso täglich. Das müssen wir auch, denn um uns im Wirrwarr dieses Universums erfolgreich zu organisieren suchen wir andauernd nach und Strukturen, auf die wir bauen können. Und ohne Zweifel können wir bestimmte Muster unseres eigenen Verhaltens feststellen. Der Mehrwert dieser Übung liegt für mich in der Selbstreflektion und in der Schärfung der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Welche Typologie wir dabei verwenden, um uns selbst oder andere besser kennen zu lernen ist dabei nebensächlich. Sie gibt uns einen hilfreichen Rahmen, an dem wir uns orientieren können. Und so lange wir bereit sind unsere Perspektive auf uns selbst und andere immer wieder kritisch zu hinterfragen und dann gegebenenfalls neu auszurichten können wir davon nur profitieren.

Für besonders Interessierte möchte ich an dieser Stelle noch auf die BIG FIVE Persönlichkeitsfaktoren hinweisen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Typologie sondern um einen Ansatz zur umfassenden Beschreibung der menschlichen Persönlichkeit. Die fünf Faktoren sind das Resultat jahrzehntelanger Persönlichkeitsforschung und gelten als die empirisch mit am besten nachgewiesenen Persönlichkeitsmerkmale. Das besondere ist, dass sie länder- und kulturübergreifend gültig sind und die individuellen Ausprägungen zudem zeitlich sehr stabil (und somit eben nicht kontextsensibel).

Im Englischen lassen sie sich unter der Abkürzung OCEAN finden, die Anfgangsbuchstaben der einzelnen Faktoren.

Openness – Offenheit für Erfahrung (Aufgeschlossenheit, Neigung zur Wißbegierde, Interesse an neuen Erfahrungen),
Conscientiousness – Gewissenhaftigkeit (Perfektionismus, Neigung zur Disziplin, zu hoher Leistungsbereitschaft Leistung, zur Zuverlässigkeit),
– Extraversion – Extraversion (Geselligkeit, Neigung zum Optimismus; Gegenpol: Introversion als Neigung zur Zurückhaltung),
– Agreeableness
– Verträglichkeit (Rücksichtnahme und Empathie, Neigung zum Altruismus, zur Kooperation und Nachgiebigkeit),
– Neuroticism
 – Neurotizismus (Neigung zu emotionaler Labilität, Ängstlichkeit und Traurigkeit).

 

Was ist mit Thema Werte. (Typ A ist gut, Typ B ist schlecht). Thema Big Five

Temperamentenlehre noch mit erwähnen oder einbeziehen.

PCM Modell auf Validität checken und kurz vorstellen sofern abgesichert.

Am Beginn des Textes mit einem Beispiel Anfang und zusätzlich noch Bild raussuchen.

 

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